Ethischen Grundsätze

Grundsätze zur Entwicklung des Stiftungsvermögens
(der Anlagen der Stiftung)

Dresden, den 12.07.2011

Der Stiftungsvorstand beschließt folgende Grundsätze zur Verwaltung des Stiftungsvermögens:

  1. Mindestens einmal jährlich prüft der Stiftungsvorstand die Vermögensbestandteile der Stiftung. In diesem Zusammenhang und vor der Entlastung durch den Stiftungsbeirat läßt der Vorstand eine Einschätzung der Anlagerisiken für das künftige Jahr vornehmen.

    Sollte die wirtschaftliche Entwicklung der Anlagen der Stiftung eine Reduzierung des Stiftungsvermögens um mehr als 10 % in den kommenden 12 Monaten möglich erscheinen lassen, beruft der Vorstand eine gesonderte Sitzung des Stiftungsbeirates und Vorstandes ein. Vorstand und Beirat beraten in diesem Fall gemeinsam über geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung und beziehen ggf. Fachleute der beauftragten Banken ein.
  2. Die Änderung der Anlagen bedarf grundsätzlich der Zustimmung sämtlicher Vorstandsmitglieder. Der Beirat wird über die Entscheidung informiert.
  1. Nach der jährlichen Beurteilung der Entwicklung des Stiftungsvermögens und der Risikoeinschätzung für das kommende Jahr benennt der Stiftungsvorstand einen Maximalbetrag, der im kommenden Jahr durch den Beirat gemäß der Stiftungssatzung verwendet werden kann.
  2. Grundsätzlich sind die Mittel der Stiftung mit einem hohen Maß an Sicherheit anzulegen. Aus Sicherheitsgründen sollte die Aufteilung des Stiftungsvermögens auf mehrere Konten bei verschiedenen Banken/ Instituten erfolgen.  
  1. Die Stiftung folgt auf der Grundlage ihrer Satzung folgendem ethischen Grundsatz, der insbesondere bei der Anlage des Stiftungsvermögens zu beachten sind.

    Das Stiftungsvermögen darf nicht in Anlagen angelegt werden, die ihre Wertsteigerung offenkundig aus Projekten der Rüstung, der Atomwirtschaft, der Herstellung und dem Vertrieb genmanipulierter Nahrungsmittel oder dem Sexgewerbe erfahren.
  1. Anlageformen, die den ethischen Grundsätzen nach Punkt 5 folgen sind vorrangig zum Erhalt und zur Erweiterung des Stiftungsvermögens einzusetzen, auch wenn diese im Vergleich zu Anlagen, bei den die Einhaltung der ethischen Grundsätze nicht als gesichert angesehen werden kann, geringere Erträge erwarten lassen.

Begründung

Die Stiftung dient gemeinnützigen Zwecken. Die Gemeinnützigkeit ist in der Stiftungssatzung festgeschrieben. Es ist weder wirtschaftlich erforderlich noch ethisch vertretbar zum Erhalt oder zur Mehrung des Stiftungsvermögens Anlageformen zu wählen, welche dem von der Stiftung gewählten ethischen Grundsatz nicht entsprechen.

Es ist nicht vertretbar, dass gemeinnützige Finanzierung der Stiftung im Stadtteil Äussere Neustadt auf der Zerstörung der Natur, der Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschen und der offensichtlichen Ausbeutung von Menschen beruht. Aus diesen Gründen wird festgelegt, dass die Anlagebereiche in denen gegen diesen Grundsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit verstoßen werden kann nicht für die Anlage von Stiftungsmitteln gewählt werden dürfen.